Maria Hilf Kufstein

 

Beerdigung von P. Josef Gruber

Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet das Evangelium der ganzen Schöpfung!
Markusevangelium 16,15

Der gütige Gott und Vater hat unseren Mitbruder P. Josef Gruber
Missionar vom Kostbaren Blut am 4. Mai 2022 zu sich gerufen.

P.Gruber_2022_2 Am 21. Juni 1936 in Hinterthiersee / Tirol geboren, legte er am 29. Januar 1964 in der Gemeinschaft der Missionare das Ewige Treueversprechen ab. 1965 kam er als Bruder-Missionar nach Brasilien, studierte dort Theologie und wurde am 26. Juli 1981 in Altamira zum Priester geweiht. Seine Heimatprimiz feierte er am 11. Juli 1982 in Thiersee.
P. Josef Gruber war bis zu seiner Rückkehr in die Heimat im Jahr 2018 Missionar am Xingu. Seinen Lebensabend verbrachte er in Mariahilf in Kufstein.
Am Montag, den 9. Mai, wurde P. Josef im Friedhof unserer Gemeinschaft beerdigt.
Als Glaubende wissen wir, dass wir hier auf Erden keine bleibende Heimat haben. Unsere Heimat ist im Himmel.

Einige Monate nach seiner Rückkehr hat er über seine Jahre in der Mission gesprochen und einige Fragen beantwortet:

Seit einigen Monaten lebst du nun in Kufstein. Ist dir der Abschied von Brasilien schwergefallen und hast du dich bei uns in Maria Hilf in Kleinholz schon etwas eingewöhnt?

Der letzte Monat vor dem endgültigen Abschied war sehr schwer. Viele waren traurig. Sie wollten mich nicht gehen lassen.
Viele von ihnen habe ich getauft, zur hl. Kommunion geführt und auch zum Traualtar. Sie wollten nicht verstehen, warum ich nicht bei ihnen bleibe. Ich habe versucht ihnen zu erklären, dass ich nun alt und krank bin, dass ich mir sehr schwer tue beim Gehen und dass jetzt der Zeitpunkt gekommen ist, Abschied zu nehmen. Viele haben es dennoch nicht verstanden und gefragt: „Wer wird nun für uns als Priester da sein, wer wird unsere Beichten hören?“ Ich habe versucht sie zu trösten und ihnen gesagt, dass andere Missionare kommen und den Dienst weiter machen werden.
Hier in Kleinholz fühle ich mich sehr wohl und bin dankbar dafür, dass ich noch täglich meinen Bruder besuchen kann, der im nahegelegenen Wohnheim lebt.
So gut ich kann, übernehme ich auch den Beichtdienst im Haus. So darf ich weiterhin als Missionar vom Kostbaren Blut wirken.

Was vermisst du am Meisten?

Die Hängematte! Aber langsam gewöhne ich mich ans Bett.
Nach meiner Rückkehr hat mir die Kälte sehr zugesetzt. Auch daran gewöhne ich mich wieder langsam.


Missionspater Josef Gruber wird eine große Lücke in unseren Herzen hinterlassen,
wir werden ihn sehr vermissen.
Möge er in Frieden Ruhen, das ewige Licht leuchte ihm.


 
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