Maria Hilf Kufstein

 
Theologischer Sonntag mit DDDr. Peter Egger

Familientag2

Die Familie aus christlicher Sicht

Einführung: Das Wesen der Familie

Die christliche Familie hat vier Schwerpunkte:
I Die Gemeinschaft von Mann, Frau und Kindern
II Die Schule des Lebens
III Die Zelle der Gesellschaft
IV Die Die Zelle der Kirche

I Die Familie als Gemeinschaft
Die christliche Familie ist eine Gemeinschaft von Mann, Frau und Kindern

Die Pflege der Familiengemeinschaft
  • Die Familiengemeinschaft entsteht nicht von allein
  • Die Gemeinschaft muss bewusst gepflegt werden
  • Zeit nehmen füreinander
  • Verzicht auf eigene Interessen
1) Gemeinsame Mahlzeiten
  • Zumindest am Abend und am Sonntag
2) Gemeinsame Gespräche
  • Gespräche über alle aktuellen Themen:
  • Championsleague, blöde Schule, ein neues Handy
3) Gemeinsame Spiele
  • Memory, Brettspiele, Zeichnen, Basteln, Computer
4) Gemeinsame Fernsehsendungen
  • Abenteuer-Filme,
  • Familien-Filme
  • Dokumentar-Filme
5) Gemeinsame Feiern
  • Geburtstag, Namenstag, Hochzeitstag, Zeugnis
  • Geschenke, Kochrezepte, Spiele
  • Musik, Plakat, Ansprache
6) Gemeinsame Hobbies
  • Musik, Konzerte, Skifahren
  • Bergsteigen, Computer
7) Gemeinsame Ferien
  • Gemeinsame Fahrten, Urlaub am Meer
  • Urlaub in den Bergen, daheim
8) Gemeinsame religiöse Praxis
  • Familiengebet (Tischgebet, Abendgebet)
  • Gemeinsame Heilige Messe
  • Gemeinsame religiöse Feiern (Weihnachten)
  • Gemeinsame Wallfahrten
Zusammenfassung:

Die Familie als Gemeinschaft
1) Gemeinsame Mahlzeiten
2) Gemeinsame Gespräche
3) Gemeinsame Spiele
4) Gemeinsame Fernsehsendungen
5) Gemeinsame Feiern
6) Gemeinsame Hobbies
7) Gemeinsame Ferien
8) Gemeinsame religiöse Praxis

II Die Familie als Schule des Lebens

Die Familie soll für die Kinder eine Schule des Lebens sein
Die Familie soll den Kindern durch eine gute Erziehung Grundwerte vermitteln

1) Das Beispiel der Eltern
  • Vorbild der Eltern beste Art der Wertevermittlung
  • Kinder erfahren unmittelbar Liebe, Treue, Wahrhaftigkeit, Gerechtigkeit, Vergebung
2) Liebe und Geborgenheit
  • Die Liebe ist der Zugang zum Herzen der Kinder
  • Das Kind fühlt sich geliebt und angenommen
  • Die Liebe schenkt das Urvertrauen in das Leben
  • Selbstvertrauen
  • Vermeidung von Ängsten
3) Echte Autorität
  • Einsatz der Autorität im Interesse des Kindes
  • Eltern: Verantwortung vor Gott und Gesellschaft
  • Kein Verzicht auf Autorität, keine Resignation
  • Keine permissive Erziehung, die alles erlaubt
  • Keine autoritäre Erziehung, die Macht missbraucht
4) Grenzen setzen
  • Kleinkind: Spielen, Schlafengehen, scharfes Messer
  • Jugendlicher: Fernsehen, Rauchen, Disko
5) Die Charakterbildung
  • Ehrlichkeit, Treue, Verlässlichkeit
  • Pflichtbewusstsein, Verantwortungsbewusstsein
  • Bescheidenheit, Mäßigkeit, Selbstbeherrschung,
  • Ordnungsliebe, Opferbereitschaft, Verzicht
Die Korrektur des Charakters
  • Schlampigkeit, Unpünktlichkeit
  • Jähzorn, Bequemlichkeit
  • Bewahrung vor Versuchungen und Schäden
6) Die Umgangsformen
  • Tischmanieren, Grüßen, Konversation
  • Verhalten gegenüber dem anderen Geschlecht
  • Verhalten gegenüber höhergestellten Personen
  • Verhalten gegenüber älteren Leuten usw.
7) Die Herzensbildung
  • Entwicklung der Gefühle gegenüber Mitmenschen
  • Das Eingehen auf den Mitmenschen
  • Zuhören, Einfühlungsvermögen
  • Taktgefühl, passende Worte
  • Rücksicht und Geduld
  • Anerkennung und Dankbarkeit
8) Die Gewissensbildung
  • Sensibilisierung des Gewissens
  • Gewissenserforschung mit dem Kleinkind
  • Wertvorstellungen auf christlicher Grundlage
  • Beziehung zwischen Verhalten und Geboten Gottes
  • Rechenschaft vor Gott
  • Ziel: Gewissenhafter Mensch
9) Die Freizeitgestaltung
  • Zeit für sinnvolle Sachen einsetzen
  • Spiel, Sport, Musik, Tanz, Vereine
  • Bildung, Bücher, Zeitschriften
  • Handwerkliche Fähigkeiten
  • Richtige Freizeitgestaltung im späteren Leben
10) Das richtige Umfeld
  • Passende Kindergärten, Schulen, Vereinen
  • Gute Freundschaften fördern
  • Gastfreundliches Haus
  • Kontakte zu Kindern von befreundeten Familien
  • Kampf gegen falsche Freundschaften
Zusammenfassung:

Die Familie als Schule des Lebens

1) Das Beispiel der Eltern
2) Liebe und Geborgenheit
3) Echte Autorität
4) Grenzen setzen
5) Die Charakterbildung
6) Die Umgangsformen
7) Die Herzensbildung
8) Die Gewissensbildung
9) Die Freizeitgestaltung
10) Das richtige Umfeld

III Die Familie als Zelle der Gesellschaft

1) Die Vermittlung moralischer Werte
Die Familie erste Schule für Moral der Gesellschaft
  • Achtung vor dem Leben
  • Wertschätzung der Ehe
  • Ehrlichkeit bei der Arbeit
  • Schonung des gemeinsamen Eigentums
  • Verteidigung der Freiheit
2) Die Grundlegung der Kultur
Die Familie erste Schule für Kultur der Gesellschaft
  • Ess- und Trinkkultur
  • Kleidungs- und Wohnkultur
  • Sprach- und Geisteskultur
  • Umgangsformen
  • Kulturelle Interessen (Musik, Kunst, Bücher)
3) Der Ensatz für die Schwächeren
Die Familie das erste Sozialinstitut der Gesellschaft
  • Pflege von Kranken, Behinderten und Alten
  • Aufnahme und Adoption von fremden Kindern
  • Einsätze für alleinstehende Frauen
  • Einsätze für Mütter in Not
  • Betreuung von Alkoholikern und Drogensüchtigen
  • Besuche von einsamen und depressiven Personen
  • Begleitung der Sterbenden
4) Die Heilung der Gesellschaft
Die Familie ist die erste Heilanstalt der Gesellschaft
  • Viele Verwundungen
  • Der Vater hat Probleme im Betrieb
  • Die Mutter hat falsch geparkt
  • Die Kinder haben im Kindergarten gestritten
  • Die Jugendlichen erleben Mobbing in der Schule
  • Die Tochter hat den ersten Freund verloren
  • Der Sohn hat den ersten Rausch gehabt
  • Die Tante hat Depressionen
  • Die Nachbarin hat Eheprobleme
  • Der Nachbar ist Witwer geworden usw.
  • Überall gilt es zu helfen und zu heilen!
Zusammenfassung:

Die Familie als Zelle der Gesellschaft
1) Die Vermittlung von moralischen Werten
2) Die Grundlegung der Kultur
3) Der Einsatz für die Schwächeren
4) Die Heilung der Gesellschaft

IV Die Familie als Zelle der Kirche

1) Familie als Hauskirche
  • Gebet
  • Heilige Schrift
  • Katechese
  • Zehn Gebote
  • Sakramente
  • Kirchenjahr
  • Apostolat und Caritas
2) Mitarbeit in der Pfarre
Verschiedene Dienste
  • Ministrant, Tischmutter, Firmhelfer
  • Lektor, Kommunionspender, Pfarrgemeinderat
  • Kirchenchor, Pfarrbrief, Pfarrkaffee
  • Wohnblockapostolat
  • Bildungswerk, Wallfahrten, Weihnachtsbazar
  • Nicht mehr als einen Dienst übernehmen
  • Familie wichtiger als Pfarrei!
3) Mitarbeit in Laienbewegungen
  • Katholische Männer- und Frauen-Bewegung
  • Katholische Jugend
  • Fokolare, Cursillo, Charismatische Erneuerung
  • Legion Mariens, Franziskanische Gemeinschaft
  • Neokatechumenale, Opus Dei usw. usf.
  • Nur bei einer Laien-Bewegung dabei sein!
4) Verbundenheit mit der Weltkirche
  • Verbundenheit mit dem Papst
  • Ausrichtung nach dem kirchlichen Lehramt
  • Interesse für Kirche in anderen Kontinenten
5) Einsatz für Mission und dritte Welt
  • Interesse für Mission und Entwicklungshilfe
  • Unterstützung von Missionären und Projekten
  • Spenden und Güter
  • Dritte Welt-Läden
Zusammenfassung:

Die Familie als Zelle der Kirche
1) Die Familie als Hauskirche
2) Die Mitarbeit in der Pfarre
3) Die Mitarbeit in Laienbewegungen
4) Die Verbundenheit mit der Weltkirche
5) Der Einsatz für Mission und Dritte Welt

Die Erziehung aus christlicher Sicht

I Die Probleme in unserer Zeit

1) Orientierungslosigkeit
  • Viele Meinungen, widersprüchliche Aussagen
  • Keine echten Vorbilder
2) Wohlstand und Konsum
  • Knopfdruck, ohne Opfer, alles gleich haben
3) Geringe Halbarkeit
  • Gleich überfordert, keine Ausdauer, Haltlosigkeit
4) Keine Selbstbeherrschung
  • Essen und trinken zu jeder Zeit, Kaugummi
  • Schlampige Körperhaltung, Sitzen auf dem Boden
5) Keine tieferen Gespräche
  • Banales Gerede
  • Keine Wörter für Gefühle und Abstraktes
6) Freizeit
  • Gesellschaft, Alkohol, Nikotin, Disko
  • Nachtvogel, Motorrad
7) Zeitgeist
  • Internet, Medien, CDs, Mode
  • Alles ist erlaubt!
8) Kein Kampgeist, aber Gewaltbereitschaft
  • Rasches Kapitulieren bei Problemen
  • Anstatt Probleme ruhig zu lösen, mit Aggressionen reagieren
9) Angst vor Bildung und Verantwortung
  • Alles gilt nur auf Zeit
  • Jederzeit offenes Hintertürchen
10) Sinnlosigkeit und no future
  • Keine Ziele, kein Sinn, keine Arbeit
  • Angst vor Zukunft
II Die christlichen Richtlinien

1) Beispiel der Eltern
  • Nachahmungstrieb der kleinen Kinder
  • Praxis überzeugt mehr als Theorie
2) Liebe und Geborgenheit
  • Zuwendung; eingehen auf das Kind; Sicherheit
3) Klare und feste Grundsätze
  • Klare Stellungnahmen; Begründungen
  • Keine Lüge; Mein und Dein; Ordnung halten
4) Dienende Autorität
  • Autorität für das Kind, nicht für Erwachsene
  • Autorität vermittelt Sicherheit
  • Autorität abnehmende Größe
5) Vertrauen und Kontrolle
  • Vertrauensvorschuss
  • Bei entsprechendem Verhalten mehr Vertrauen
  • Kontrolle
6) Förderung und Forderung
  • Begabungen fördern
  • Aber auch etwas zumuten und verlangen
7) Aufgaben stellen
  • Aufgaben im Haushalt; Einkäufe machen
  • Auto waschen
8) Verantwortung übertragen
  • Hund oder Kanarienvogel
  • Gießen der Blumen
  • Holz für den Kachelofen
9) /b>Gewissensbildung
  • Bewertung der Handlung nach Gut und Böse
  • Beziehung zu Gott
10) Charakter korrigieren
  • Unermüdliches Korrigieren der Schwächen, aber keine Nervensäge
  • Zeit zwischen 13 und 18 Jahren entscheidend
11) Annehmen nach Versagen
  • Zurechtweisung; aber kein Zweifel an der Liebe zur Person
  • Kritisieren, aber nicht verdammen
  • Kein Bruch, sonst keine Chance!!
12) Freizeit mit Kindern verbringen
  • Spiele mit Kleinkindern
  • Einfluss auf Freizeitgestaltung
  • Geschmack für Musik und Hobbys prägen, bevor Umwelt einwirkt
13) Interessante Freizeitangebote
  • Jugendliche: Sport, Musik, Kultur
  • Ermöglicht Einflussnahme der Eltern
14) Freunde einladen
  • Kennenlernen der Freunde
  • Kontakt mit Familien der Freund
15) Viel Gebet
  • Kinder und Jugendliche brauchen viel Gebet
  • Begleitung oft nur im Gebet möglich
Zusammenfassung:

Die christliche Erziehung
I Die Probleme in unserer Zeit
1) Orientierungslosigkeit
2) Wohlstand und Konsum
3) Geringe Belastbarkeit
4) Keine Selbstbeherrschung
5) Keine tieferen Gespräche
6) Freizeit
7) Zeitgeist
8) Kein Kampfgeist, aber Gewaltbereitschaft
9) Angst vor Bindung und Verantwortung
10) Sinnlosigkeit und no future

II Die christlichen Richtlinien

1) Beispiel der Eltern
2) Liebe und Geborgenheit
3) Klare und feste Grundsätze
4) Dienende Autorität
5) Vertrauen und Kontrolle
6) Förderung und Forderung
7) Aufgaben stellen
8) Verantwortung übertragen
9) Gewissensbildung
10) Charakter korrigieren
11) Annehmen nach Versagen
12) Freizeit mit Kindern verbringen
13) Interessante Freizeitangebote
14) Freunde einladen
15) Viel Gebet

Die religiöse Erziehung

I DieProbleme in unserer Zeit

Die Jugendszene in unserer Zeit
1) Gefühls- und Stimmungsreligion
  • Gefühl u. Stimmung, keine Haltung u. Entscheidung
  • "Ich habe keine Lust!"
  • "Was gibt mir die Messe, die Kirche, die Religion?"
2) Keine regelmässige religiöse Praxis
  • Kein regelmäßiger Messbesuch
  • Kein regelmäßiges Gebet
  • Keine Beichte
3) Keine religiösen Kenntnisse
  • Keine Kenntnis von Gebeten
  • Keine Kenntnis der Heiligen Schrift
  • Keine Kenntnis der Zehn Gebote und Sakramente
  • Kein Glaubenswissen im Religionsunterricht
4) Kein Sündenbewußtsein
  • Messbesuch
  • Gebet
  • Sexualität
  • Pornographie
  • Freie Liebe
  • Lüge
5) Keine echten Vorbilder
  • Fußballer
  • Sänger
  • Stars
  • Der große Bruder
  • Starmania
6) Vorurteile gegen Kirche
  • Nur Gebote
  • Weltfremder Papst
  • Sexualmoral
  • Kirchengeschichte
7) Antireligiöse Gesellschaft
  • Freunde und Mitschüler verspotten Religion
  • Lehrer in der Schule agieren gegen Religion
  • Mitarbeiter im Betrieb schimpfen über Kirche
8) Antichristliche Medien
  • Skandalnachrichten über Kirche
  • Bücher und Romane (Dan Brown)
  • Wochen-Magazine ("Spiegel", "PM")
  • Theaterstücke und Filme
  • Musik
II Die christlichen Richtlinien

Die Eltern müssen den Kindern von klein auf solide religiöse Fundamente vermitteln

1) Das Beispiel der Eltern
  • Vorgelebte Glaubenspraxis
  • Beispiel ist stärker als "Predigt"
  • Gebet und Sakramente
  • Moralischer Lebenswandel
2) Das Gebet in der Familie
  • Regelmäßiges Gebet
  • Kindergebete
  • Grundgebete
  • Besondere Gebete
3) Die Heilige Schrift
  • Vorlesen aus der Bibel
  • Bei kirchlichen Festen
  • Kinderbibel
  • Auswahlbibel, Vollbibel, Bibelfilme
4) Die Messe am Sonntag
  • Gemeinsame Messe der ganzen Familie
  • Kindermesse
  • Größere Jugendliche zu Jugendmessen
  • Sonntagsheiligung
  • Familie, Freunde, Erholung, Freude,
5) Erstkommunion und Firmung
  • Gute Vorbereitung
  • Gute Beichte
  • Geistliche Feier
  • Geistliche Geschenke
6) Gespräche über Glauben und Kirche
  • Eltern sind erste Religionslehrer
  • Grundkatechese
  • Reden von Gott, von Christus, dem Hl. Geist
  • Erklärung der Messe
  • Erklärung der Einrichtung der Pfarrkirche
  • Erklärung von religiösen Festen und Anlässen
7) Das Mitfeiern des Kirchenjahres
  • Advent, Weihnachten, Ostern, Pfingsten
  • Marienfeste, Heilige
  • Heilige Zeiten auch zu Hause
8) Das Anhalten zu religiösen Pflichten
  • Erinnerung an religiöse Pflichten
  • Kein Zwang; sanfte Festigkeit und Kontinuität
  • Regelmäßige Hinweise; nicht zu schnell nachgeben
9) Die Mitarbeit in der Pfarre
  • Ministranten
  • Chor
  • Jungschar
  • Jugend
10) Soziale Ensätze
  • Kranke
  • Alte
  • Arme
  • Behinderte
11) Religiöse Lektüre
  • "Regenbogen"
  • "You"
  • "Vision 2000"
12) Kontakt zu religiösen Menschen
  • Jugendkaplan
  • Ordensmann, Klosterfrau
  • Guter Pate
13) Viel Gebet und Opfer
  • Der Glaube ist auch eine Sache der Gnade
  • Deshalb braucht es viel Gebet für die Jugend!
  • Es braucht aber auch Opfer und Verzicht!
  • Denken wir stets daran, dass unsere Kinder und Jugendlichen eine unsterbliche Seele haben!
  • Die religiöse Ausrichtung bestimmt die Ewigkeit!
Zusammenfassung:

Die religiöse Erziehung

I Die Probleme in unserer Zeit

1) Gefühls- und Stimmungsreligion
2) Keine regelmäßige religiöse Praxis
3) Keine religiösen Kenntnisse
4) Kein Sündenbewusstsein
5) Keine echten Vorbilder
6) Vorurteile gegen Kirche
7) Antireligiöse Gesellschaft
8) Antichristliche Medien

II Die christlichen Richtlinien

1) Das Beispiel der Eltern
2) Das Gebet in der Familie
3) Die Heilige Schrift
4) Die Messe am Sonntag
5) Erstkommunion und Firmung
6) Gespräche über Glauben und Kirche
7) Das Mitfeiern des Kirchenjahres
8) Das Anhalten zu religiösen Pflichten
9) Die Mitarbeit in der Pfarre
10) Soziale Einsätze
11) Religiöse Lektüre
12) Kontakt zu religiösen Menschen
13) Viel Gebet und Opfer

Die Sexualität aus christlicher Sicht

Einführung

Eine hohe Vorstellung von Liebe und Sexualität
  • Das Christentum vertritt eine hohe Vorstellung von Liebe und Sexualität
  • Diese hohe Vorstellung erfordert eine Einführung in die christliche Lehre über Liebe und Sexualität.
Die christliche Lehre über Liebe und Sexualität
  • Die christliche Lehre über Liebe und Sexualität baut zunächst auf den Aussagen der Heiligen Schrift auf
  • Die christliche Lehre gründet auch auf theologischen philosophischen und soziologischen Erkenntnissen
  • Die christliche Sexualität orientiert sich an Werten
  • Die christliche Sexualität orientiert sich an christlichen Zielsetzungen und Werten
  • Die christliche Sexualität unterscheidet sich von anderen Formen der Sexualität, die sich nicht an diesen Zielsetzungen und Werten orientieren
I Die biblischen Grundlagen der Liebe

1) Der göttliche Plan der Liebe
  • Der Mann und die Frau als Geschöpfe Gottes
  • Mann und Frau als Geschöpfe Gottes
  • Mann und Frau sind "sehr gut"

Die Partnerschaft von Mann und Frau
  • Mann und Frau sind gleichwertige Partner
  • Mann und Frau sind Gefährten im Leben

Die Einswerdung von Mann und Frau
  • Mann und Frau sollen ein Fleisch werden
  • Mann und Frau bedingen sich gegenseitig

Die Verbindung durch Gott
  • Mann und Frau sind von Gott verbunden
  • Was Gott verbunden hat, darf der Mensch nicht trennen

Der Auftrag zur Vermehrung
  • Mann und Frau haben von Gott den Auftrag, sich zu vermehren und die Erde zu bevölkern

2) Die Schwächung der Liebe

Die Bibel berichtet vom Sündenfall, der sich auch auf die Beziehung von Mann und Frau ausgewirkt hat


Die Vorherrschaft der Begierde
  • Der Sündenfall hat zu einer Schwächung und Gefährdung der Liebe von Mann und Frau geführt
  • Die Beziehung von Mann und Frau wird oft nicht von der Liebe, sondern von der Begierde bestimmt

Die Herrschaft des Mannes über die Frau
  • Der Sündenfall hat dazu geführt, dass es oft zur Herrschaft des Mannes über die Frau kommt
  • Die Frau sehnt sich nach ihrem Mann; der Mann aber herrscht über die Frau

Die schmerzliche Geburt der Kinder
  • Der Sündenfall kommt auch in der schmerzlichen Geburt der Kinder zum Ausdruck
  • Die Kinder bleiben auch während des ganzen Lebens Anlass zu vielen Schmerzen und Sor-gen

3) Die Erneuerung der Liebe
  • Jesus hat durch seine Botschaft auch die Liebe zwischen Mann und Frau erneuert
  • Die Liebe nach dem Heilsplan Gottes
  • Jesus hat den ursprünglichen Plan Gottes im Hinblick auf die Liebe verkündet
  • Jesus hat die Liebe von Mann und Frau geheiligt und gestärkt
  • Der Bund von Mann und Frau
  • Jesus spricht von der Ehe als dem Bund der Liebe zwischen Mann u. Frau, der von Gott gestiftet wird
  • Jesus spricht von der Vereinigung und Einswerdung von Mann und Frau innerhalb des Ehe-bundes
  • Die Unauflöslichkeit der Ehe
  • Jesus betont, dass Mann und Frau durch Gott verbunden sind und dass dieser Bund unauflöslich ist
  • Jesus wendet sich gegen den Ehebruch und gegen die Wiederverheiratung von Geschiedenen

4) Das Sakramentder Liebe
  • Ein göttliche Heilmittel der Liebe
  • Jesus hat ein eigenes Sakrament bzw. Heilmittel für die Liebe eingesetzt
  • Mit Hilfe dieses göttlichen Heilmittels ist es möglich, eine christliche Liebe zu verwirklichen
  • Ein Heilmittel für die geschwächte Natur
  • Das Sakrament der Ehe ist ein Heilmittel für die geschwächte Natur des Menschen
  • Mit Hilfe dieses Heilmittels gelingt es, den Versuchungen durch die Begierde zu widerstehen
  • Ein Heilmittel für die Vollendung der Liebe
  • Das Sakrament der Ehe schenkt den Ehepartnern die Kraft zur Vollendung ihrer Liebe
  • Es schenkt ihnen die Kraft zur Verwirklichung des ehelichen Auftrags (Kinder, Familie)

II Die sieben Stufen der Liebe

1) Die gefühlsmäßige Liebe: Gefühl der Sympathie
2) Die erotische Liebe: erotische Anziehung
3) Die geistige Liebe: geistiges Verstehen
4) Die tugendhafte Liebe: Streben nach Tugenden
5) Die soziale Liebe: sozialer Einsatz für Andere
6) Die seelische Liebe: seelische Begegnung
7) Die christliche Liebe: Orientierung an Gott


III Die sieben Ziele der Liebe

1) Die personale Liebe
2) Die Du-bezogene Liebe
3) Die ungeteilte Liebe
4) Die dauerhafte Liebe
5) Die ergänzende Liebe
6) Die fruchtbare Liebe
7) Die vollendende Liebe


IV Die christliche Sicht der Sexualität

Die verschiedenen Aussagen über die Liebe führen zum christlichen Verständnis der Sexualität

1) Sexualität von Mann und Frau
Die Sexualität besteht in der geschlechtlichen Vereinigung von Mann und Frau

2) Sexualität als personale Liebe
Die Sexualität ist Ausdruck einer personalen Liebe, die sich einer einmaligen Person zuwendet

3) Sexualität als Du-bezogene Liebe
Die Sexualität ist auf das Du ausgerichtet und übersteigt das eigene Ich

4) Sexualität als ungeteilte Liebe
Die Sexualität ist ungeteilt auf die geliebte Person ausgerichtet und verlangt die ausschließliche Treue

5) Sexualität als dauerhafte Liebe
Die Sexualität ist dauerhaft auf die geliebte Person ausgerichtet und verlangt die Treue auf Lebenszeit

6) Sexualität als ergänzende Liebe
Die Sexualität ist auf die leib-seelische Ergänzung von Mann und Frau ausgerichtet

7) Sexualität als fruchtbare Liebe
Die Sexualität ist auf Fruchtbarkeit ausgerichtet und soll in verantwortliches Weise neues Leben wecken

8) Sexualität als vollendende Liebe
Die Sexualität ist auf die beglückende Vollendung der Liebenden ausgerichtet

9) Sexualität als soziale Verpflichtung
Die Sexualität beinhaltet auch eine soziale Verpflichtung, die dem Fortbestand der Gesellschaft dient

10) Sexualität als Mitarbeit mit Gott
Die Sexualität ist eine Mitarbeit am schöpferischen Wirken Gottes zur Weckung neuen Lebens
Diese Form der Sexualität ist nur möglich, wenn Mann und Frau durch den dauerhaften Bund der Ehe miteinander verbunden sind

V Die Keuschheit als Schutz der Liebe

1) Keuschheit schützt die Liebe und Ehe
2) Bemühen um Selbstbeherrschung
3) Kontrolle der Gedanken und der Phantasie
4) Kontrolle der Sinne (Filme, Pornographie)
5) Keine Abenteuer im Urlaub und im Fasching
6) Keine provozierende Kleidung (Strand)
7) Jugendliche: Maßvolle Zärtlichkeiten
8) Eheleute: Freude und Lust, aber keine Wollust
9) Eheleute: Distanz zu anderen Männern u. Frauen
10) Gebet um Reinheit und Treue

VI Gefährdungen der Liebe
1) Selbstbefriedigung
  • Ich-Bezogenheit statt Du-Bezogenheit
  • Triebhaftigkeit statt freie Entscheidung
  • Blockade der geistigen Liebe
  • Ich-Verhaftetheit in Partnerbeziehung
2) Freie Partnerschaft
  • Die mangelnde Entscheidung
  • Die mangelnden Voraussetzungen
  • Die mangelnde Verantwortung
  • Die unerwünschte Schwangerschaft
3) Ehebruch
  • Gegen die Ausschließlichkeit der Liebe
  • Gegen die Dauerhaftigkeit der Liebe
  • Innere Zerrissenheit zwischen zwei Partnern
  • Der Ehebruch führt häufig zur Scheidung
4) Verhütungsmittel
  • Manipulation der Sexualität
  • Frühsexualisierung
  • Zunahme der Ehebrüche
  • Promiskuität, Geschlechtskrankheiten, AIDS
  • Bevölkerungsschwund ("Pillenknick")
5) Sterilisation
  • Gegen die Zielsetzung der Fruchtbarkeit
  • Sexualität ohne Grenzen
  • Sexualität ohne Selbstbeherrschung
  • Schwierigkeiten bei späterem Kinderwunsch
6) Künstliche Befruchtung
  • Trennung von Liebe und Zeugung
  • Kind des Labors, nicht Kind der Liebe
  • Auswahl der befruchteten Eier
  • Einige eingepflanzte Eier sterben ab, Abtreibung
7) Mietmutter
  • Die Karriere u. a. ist wichtiger als das Kind
  • Keine Ur-Beziehung von Mutter und Kind
  • Das Kind wird von einer anderen Frau geprägt
  • Die Bindung zwischen Mietmutter und Kind
8) Gender
  • Freie Wahl des eigenen Geschlechts
  • Entkoppelung vom biologischen Geschlecht
  • Umwandlung des biologischen Geschlechts
  • Freie Wahl der sexuellen Beziehungen
  • Heterosexualität (mit dem anderen Geschlecht)
  • Homosexualität (mit dem gleichen Geschlecht)
  • Bisexualität (mit anderem u. gleichem Geschlecht)
Auswirkungen:
Das Gender kann zu Verhaltensweisen führen, die die Zielsetzungen der Sexualität in Frage stellen:
  • Gegen die biologische Identität der Geschlechter
  • Gegen die Ergänzung der Geschlechter
  • Gegen den Auftrag der Fruchtbarkeit
  • Gegen die Familie als Grundlage der Gesellschaft
  • Gegen den Fortbestand der Gesellschaft
9) Pornographie
  • Trennung von Person und Körper
  • Erniedrigung von Mann und Frau zu Lustobjekten
  • Manchmal auch Auslöser von Vergewaltigungen
  • Pädophilie
10) Freikörperkultur (Fkk)
  • Verlust des Schamgefühls
  • Verlust der Anziehung
  • Verlust der Personalität
  • Verlust der Intimität
Zusammenfassung:

Sexualität aus christlicher Sicht
I Die biblischen Grundlagen der Liebe
1) Der göttliche Plan der Liebe
2) Die Schwächung der Liebe
3) Die Erneuerung der Liebe
4) Das Sakrament der Liebe

II Die sieben Stugfen der Liebe
1) Die gefühlsmäßige Liebe
2) Die erotische Liebe
3) Die geistige Liebe
4) Die tugendhafte Liebe
5) Die soziale Liebe
6) Die seelische Liebe
7) Die christliche Liebe

III Die sieben Ziele der Liebe
1) Die personale Liebe
2) Die Du-bezogene Liebe
3) Die ungeteilte Liebe
4) Die dauerhafte Liebe
5) Die ergänzende Liebe
6) Die fruchtbare Liebe
7) Die vollendende Liebe

IV Die christliche Sicht der Sexualität
1) Sexualität von Mann und Frau
2) Sexualität als personale Liebe
3) Sexualität als Du-bezogene Liebe
4) Sexualität als ungeteilte Liebe
5) Sexualität als dauerhafte Liebe
6) Sexualität als ergänzende Liebe
7) Sexualität als fruchtbare Liebe
8) Sexualität als vollendende Liebe
9) Sexualität als soziale Verpflichtung
10) Sexualität als Mitarbeiter Gottes

V Die Keuschheit als Schutz der Liebe
1) Keuschheit schützt die Liebe und Ehe
2) Bemühen um Selbstbeherrschung
3) Kontrolle der Gedanken und der Phantasie
4) Kontrolle der Sinne
5) Keine Abenteuer im Urlaub und im Fasching
6) Keine provozierende Kleidung
7) Jugendliche: Maßvolle Zärtlichkeiten
8) Eheleute: Freude und Lust, aber keine Wollust
9) Eheleute: Distanz zu anderen Männern u. Frauen
10) Gebet um Reinheit und Treue

VI Die Gefährdungen der Liebe
1) Selbstbefriedigung
2) Freie Partnerschaft
3) Ehebruch
4) Verhütungsmittel
5) Sterilisation
6) Künstliche Befruchtung
7) Mietmutter
8) Gender
9) Pornographie
10) Freikörperkultur

Autor:
DDDr. Peter Egger
Brennerstraße 27 A
I-39042-Brixen

Email: egger.brixen@gmail.com




 
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