Maria Hilf Kufstein

 
Erzbischof ruft auf zum Bekenntnis des Kreuzes –

Einweihung des Kreuzweges im Klostergarten der Missionare vom Kostbaren Blut in Kufstein Kleinholz

Kreuzwegeinweihung1Bei noch strahlendem Wetter konnten die Missionare vom Kostbaren Blut am Sonntag, den 5. Okt., die feierliche Einweihung des neu aufgebauten Kreuzweges in ihrem Klostergarten begehen. Eine kleine Bläsergruppe aus Scheffau empfing Erzbischof Dr. Franz Lackner und eine Reihe von Priestern am Eingang der Wallfahrtskirche mit einem Ständchen. Nach dem Einzug in die überfüllte Wallfahrtskirche Maria Hilf und die Begrüßung durch Provinzial P. Andreas Hasenburger hielt der Erzbischof einen Vortrag zum Thema: „Im Kreuz ist Segen, im Kreuz ist Heil“.

Mit eindringlichen Worten ist es dem Erzbischof gelungen, seine Zuhörer fast eine Stunde lang zu fesseln. Persönliche Zeugnisse und philosophische Überlegungen betonten die zentrale Bedeutung des Kreuzes Christi. Mit dem deutlichen Bekenntnis zum Kreuzesopfer Christi, das täglich auf unseren Altären gefeiert wird, hat der Oberhirte die Gemeinde eingeladen, aus dieser Quelle zu leben. Nicht als Unheilsprophet hat er deutlich seine Sorge zum Ausdruck gebracht, dass wir in Gefahr sind, in der Gottlosigkeit und der Glaubensfinsternis unterzugehen, sondern jeder einzelne ist gefordert, sich zum Kreuz Christi zu bekennen und seinen Glauben authentisch und nachhaltig zu leben. Mit dem Hinweis auf die sozialen Nöte und die Flüchtlingsproblematik auch in unserem Land hat er alle ermutigt, den Glauben weiterzugeben und auf diese Weise der hereinbrechenden Gefahr des immer größeren Glaubensverlustes entgegen zu wirken. Mit dem Beispiel seines Ordensheiligen, des hl. Franziskus, der als „alter Christus“ – als anderer Christus - auch uns heute lebendiges Vorbild der Christusnachfolge sein muss, hat der Erzbischof seine wegweisenden Ausführungen beendet.

In gemeinsamer Prozession ging es dann in den Klostergarten zur Einweihung des Kreuzweges, der in einer abenteuerlichen Fahrt aus dem Odenwald nun seine neue Heimat bei den Missionaren vom Kostbaren Blut gefunden hat. Eine künstlerisch sehr begabte Pfadfinderin der Katholischen Pfadfinderschaft Europas (KPE) – Frau Karin Lurati - , die bei dieser Feierlichkeit mit ihrer Familie auch anwesend war, hatte diesen Kreuzweg für das Jugendhaus „Petershof“ im Odenwald vor beinahe 30 Jahren geschaffen. Feierlich wurde jede Station durch den Erzbischof gesegnet. Geistliche Betrachtungen und Lieder brachten das Leiden Christi und sein Erlösungswerk den Gläubigen nahe. Ein ansprechend gestaltetes Meditationsheft mit den ausdrucksstarken Bildern des Kreuzweges ermöglichte das gemeinsame Beten und Singen. Der eucharistische Segen mit dem Te Deum in der Wallfahrtskirche bildete den Schluss dieser feierlichen Einweihung des Kreuzweges.

Eine anschließende Agape im Klostergarten und im Missionshaus war eine wunderbare Gelegenheit, auch mit dem Erzbischof ins Gespräch zu kommen. Viele Gäste waren von weit her angereist und manche haben auch die Gelegenheit genützt, im Missions – und Exerzitienhaus zu übernachten, das immer für Gäste und rel. Veranstaltungen zur Verfügung steht.



 
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